Rennbahn Düsseldorf-Grafenberg

An der Düsseldorfer Galopprennbahn rühmt man sich, über die landschaftlich schönste Anlage, nicht nur in Deutschland, sondern weit über die Landesgrenzen hinaus zu verfügen.

Tatsächlich trägt die idyllische Lage im Grafenberger Wald einiges zur Attraktivität der Sportstätte bei. Für Familien und Städter ist das Naherholungsgebiet mit seinen Spazierwegen, Spielplätzen, der Waldschule und dem Wildtierpark ein beliebtes Ausflugsziel.

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Maßgeblich geprägt ist die Anlage, die seit 1909 besteht, aber auch von ihrer historischen Rennbahnarchitektur.

Die Alte Waage, das Waagegebäude, das heute noch in Verwendung ist, wurde 1913 erbaut, das Haupttor und die Wettkasse stammen aus dem Jahr 1914 und die Nebentribüne datiert auf 1921.

Eckdaten & Informationen zur Anlage

Betreiber: Düsseldorfer Reiter- und Rennverein e.V.

Adresse: Rennbahnstraße 20, 40629 Düsseldorf

Webseite: https://www.duesseldorf-galopp.de/

Kapazität: rund 20.000 Besucher

Eröffnet: 1909

1989 wurde schließlich die heutige Haupttribüne errichtet, die sich mit ihrer leichten und offenen Architektonik gut in das Ensemble einfügt.

Generell ist das Layout der Anlage sehr kompakt – das Waagegebäude, der Führring und die Toto-Kassen sind im Rücken der Tribünen in einem Halbrund angeordnet, davor trennt lediglich ein schmaler Grünstreifen von der Rennbahn.


Video: die Kursführung der Rennbahn Düsseldorf-Grafenberg

Rennbahn mit Kursführung im Dreieck

Letztere, eine klassische Rasenbahn mit 2.000 Metern Kurslänge, wartet gleich mit zwei Besonderheiten auf.

Zum einen ist dies die Kursführung im Dreieck, die man so nur von wenigen Rennbahnen wie etwa dem britischen Ascot Racecourse kennt, zum anderen ist dies die Erhebung vor der Zielgeraden.

Jockeys, die ihre Tiere zu hart über den Kurs führen, müssen damit rechnen, dass den Galoppern nach der Steigung die Luft ausgeht.

Eröffnet wird die Saison am Grafenberg bereits im März, gleich am zweiten Renntag folgt traditionell mit der Frühjahrs-Meile das erste Gruppenrennen, von denen Düsseldorf insgesamt fünf zu bieten hat.

Darunter die beiden wichtigsten Stutenrennen Deutschlands, die German 1000 Guineas und den Preis der Diana, der den Höhepunkt der Saison markiert.

An diesem Tag im August ist der Besucherandrang mit bis zu 20.000 Zusehern für gewöhnlich am Größten, im Schnitt erwartet man an einem Renntag, von denen es im Jahr rund zehn gibt, etwa 8.000 Besucher.

Abseits davon fungiert die Anlage, deren Stallungen 150 Pferde fassen, als Trainingsstätte.


Wichtige Renntermine in Düsseldorf-Grafenberg

RennenTerminStatusDistanzQualifikation
Frühjahrs-MeileAprilGruppe III1.600 m4 J.+
Derby-TrialAprilListenrennen2.200 m3 J.
Henkel-StutenpreisEnde AprilListenrennen1.600 m3 J. Stuten
German 1000 GuineasMai/JuniGruppe II1.600 m3 J. Stuten
BMW Preis DüsseldorfJuniListenrennen2.100 m3 J. Stuten
Fritz Henkel Stiftung-RennenAnfang AugustGruppe III2.400 m3 J.+
Henkel Preis der Diana (German Oaks)Anfang AugustGruppe I2.200 m3 J. Stuten
Preis der Stadtsparkasse DüsseldorfMitte AugustListenrennen1.400 m3 J.+ Stuten
Großer Preis der Landeshauptstadt DüsseldorfSept./Okt.Gruppe III1.700 m3 J.+

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Neben den Fixpunkten im Kalender war Düsseldorf einige Jahre, 2016 bis 2018, auch Austragungsort der Großen Europa Meile (Gruppe III) und in den Jahren 2009, 2011, 2016 und 2019 Gastgeber der Meilen-Trophy (Gruppe II).

Auch das Winterkönigin-Trial (Listenrennen) hatte bereits ein Gastspiel in Grafenberg.


Henkel-Preis der Diana Start
Abbildung oben: Start zum Henkel-Preis der Diana auf der Anlage der Galopprennbahn Düsseldorf-Grafenberg – imago images / Galoppfoto

Zur Geschichte der Rennbahn

Das erste Pferderennen in Düsseldorf, zu dem Aufzeichnungen bestehen, fand am 25. Mai 1836 auf Initiative der damaligen Züchtervereinigung statt.

Abgehalten wurde es in der Golzheimer Heide und zwar im Gefolge des Niederrheinischen Musikfest. Die Veranstaltung zog 10.000 Besucher an, was erklärt, weshalb es so gut dokumentiert ist.

Rennen wurden danach weiterhin abgehalten und 1844 wurde der Vorläufer des heutigen Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins gegründet.

Dies macht ihn zum ältesten Reitverein Deutschlands, der ohne Unterbrechung besteht, und hinsichtlich Tradition steht er höchstens den noch älteren Schützenvereinen nach!

Die Gründung erfolgte durch Kavallerieoffiziere und bis 1851, da er sich für Zivilisten öffnete, blieb die Teilhabe daran Mitgliedern des Militärs vorbehalten.

In den nun folgenden ersten Jahrzehnten wurde an unterschiedlichen Orten in und um Düsseldorf gelaufen, im Bilker Busch etwa, der Benrather Heide oder eben der Golzheimer Heide.

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1883 war schließlich auf der Rheinwiesen, auf der Halbinsel Lausward in einer Flussbiegung des Rheins, eine bleibende Heimat gefunden. Erstmals wurde eine feste Rennbahn errichtet, die am 11. Juli 1884 eröffnet werden konnte.

Der große Preis von Düsseldorf erstmals 1891

In den kommenden Jahren wurde die Anlage um Stallungen und Tribünen, finanziert aus Spenden, erweitert und 1891 wurde erstmals das heute traditionsreichste Rennen des Vereins, der Große Preis von Düsseldorf, abgehalten.

Zunächst als Jagdrennen organisiert, erfolgte 1913 die Umwandlung zum Flachrennen.

Das Jahr 1892 brachte die Pferdewetten nach Düsseldorf, vorläufig nur am Totalisator mit der Siegwette. 1897 kam die Platzwette hinzu. 1905 markiert schließlich die letzte Rennsaison auf der Rheinwiesen, da die Stadt beabsichtigte, an dieser Stelle einen Hafen anzulegen.

Ein neues Gelände wurde im Grafenberger Wald gefunden. Die beiden Tribünen von der Rheinwiesen, Fachwerkbauten, werden mit übersiedelt, die restliche Infrastruktur musste in einer dreijährigen Bauphase neu errichtet werden.

In dieser Zeit hielt der Verein seine Rennen an der Neusser Rennbahn ab.

In den Folgejahren der Eröffnung am 15. Mai 1909 fielen die Holztribünen Bränden zum Opfer, die erste 1911, die zweite 1917, und die Anlage erhielt mit der Alten Waage (1913), dem Tor und dem Totalisatorgebäude (1914) sowie der Nebentribüne von 1921 nach und nach ihr heutiges Gesicht.

Teile der Anlagen unter Denkmalschutz

Seit 1986 stehen diese Gebäude unter Denkmalschutz. Sanierungen und die Erweiterung um moderne Annehmlichkeiten konnten aber freilich nicht ausbleiben. Beispielsweise erhielt die Jockeystube in der Alten Waage eine Fußbodenheizung und wurde eine Sauna für die Reiter eingerichtet.

Die Alte Waage in Düsseldorf-Grafenberg hat in ihrer über 100-jährigen Geschichte schon viele Jockeys kommen und gehen sehen. Darunter Berühmtheiten wie den Briten Lester Piggott, der 1955, als er erstmals ein Rennen in Deutschland bestritt, am Grafenberg zum Wiegen antrat.

Zwanzig Jahre später, 1975, stand der deutsche Jockey Harro Remmert auf der Waage, bevor er den Deutschlandpreis gewann. Die ursprüngliche Waage steht auch heute noch, als Schaustück zu bewundern, im Gebäude, gewogen wird allerdings mittlerweile auf einem moderneren Gerät.

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg brachte wichtige Rennen nach Grafenberg: aus Berlin übernahm man 1947 den Preis der Diana, das Jahr 1949 brachte der Rennbahn die German 1000 Guineas, die ebenfalls – von Berlin kommend (1919 – 1944), über Stationen in Köln (1947) und Krefeld (1948) – ihre neue, permanente Heimat in Düsseldorf fanden.

Bis in die 90er Jahre hinein prosperiert die Rennbahn; bestens dokumentiert ist der Aufschwung durch die Aufzeichnungen zu den Jahren 1926, 1974 und 1993, die jeweils neue Rekordzahlen brachten. Heute werden jährlich immerhin noch ungefähr zehn Renntage und rund 90 Rennen abgehalten.

Die Rekordjahre in Düsseldorf:

JahrAnzahl RenntageAnzahl Rennen
19261282
197420153
199323201

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